Dachdecker in Aarau

Ziegel nach einem Sturm, ein undichtes Flachdach oder die Dämmung vor dem Heizungsersatz: Hier finden Sie Dachdecker, die in Aarau und Umgebung arbeiten, und erfahren, was Sie vor dem Auftrag klären sollten.

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Wofür Sie in Aarau einen Dachdecker brauchen

Ein Dach meldet sich selten rechtzeitig. Meist fällt ein Schaden erst auf, wenn Wasser in den Estrich läuft oder ein Fleck an der Decke erscheint. Wer das Dach regelmässig kontrollieren lässt, erkennt verschobene Ziegel, rissige Anschlüsse und verstopfte Rinnen, bevor daraus ein Wasserschaden wird.

  • Reparatur nach Sturm oder Hagel, auf Wunsch zuerst mit einer Notabdeckung
  • Kontrolle und Unterhalt: Ziegel, Anschlüsse, Rinnen, Kamineinfassungen
  • Steildach neu eindecken, wenn Ziegel oder Unterdach am Ende sind
  • Flachdach abdichten, sanieren oder begrünen
  • Dach dämmen, oft im gleichen Zug wie die Neueindeckung
  • Dachfenster einbauen oder ersetzen, Estrich ausbauen
  • Das Dach für eine Photovoltaikanlage vorbereiten

Blecharbeiten wie Dachrinnen, Fallrohre und Einfassungen übernimmt der Spengler. Viele Betriebe in der Region bieten Bedachung und Spenglerei aus einer Hand an. Fragen Sie danach, wenn beides ansteht, dann gibt es nur einen Ansprechpartner und ein Gerüst.

Altstadt Aarau: Arbeiten unter den Dachhimmeln

Aarau heisst auch «Stadt der schönen Giebel». Gemeint sind die bemalten Dachuntersichten der Altstadt, die Dachhimmel. Sie stammen aus der Berner Zeit im 17. und 18. Jahrhundert. Je nach Zählung sind es rund 70 bis 90, und viele Eigentümer haben sie in den letzten Jahren restaurieren oder neu bemalen lassen.

Das Ortsbild von Aarau ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) als Ortsbild von nationaler Bedeutung eingetragen. Für Sie als Eigentümer heisst das: Wer in der Altstadt oder in den geschützten Vorstädten am Dach etwas verändert, klärt das vorher mit der Baubewilligungsbehörde der Stadt Aarau. Das gilt für neue Dachfenster und Aufbauten ebenso wie für eine Solaranlage.

Bei der Arbeit selbst geht es um Sorgfalt: Gerüst und Material dürfen den bemalten Dachhimmel nicht beschädigen, und in den engen Gassen braucht es für Gerüst und Kran oft eine Bewilligung für den öffentlichen Grund. Ein Betrieb, der schon in der Altstadt gearbeitet hat, plant das von Anfang an ein.

Sturm und Hagel: Was die Gebäudeversicherung übernimmt

Im Kanton Aargau ist jedes Gebäude obligatorisch bei der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) gegen Feuer- und Elementarschäden versichert. Zu den Elementarschäden gehören Sturm und Hagel, also genau die Ereignisse, die Dächer im Mittelland am häufigsten treffen.

  • Schaden sofort mit Fotos festhalten, von aussen und, wenn Wasser eindringt, auch innen
  • Den Schaden rasch der AGV melden
  • Wenn es hineinregnet: den Dachdecker zuerst für eine Notabdeckung rufen, damit kein Folgeschaden entsteht
  • Die definitive Reparatur mit der Versicherung absprechen, bevor sie ausgeführt wird

Wie die Meldung genau abläuft und welche Fristen gelten, steht bei der AGV. Ein Dachdecker aus der Region kennt das Vorgehen und liefert die Unterlagen, die die Versicherung braucht.

Dach dämmen: Förderbeiträge des Kantons Aargau

Wer ohnehin neu deckt, sollte die Dämmung im gleichen Zug machen. Das Gerüst steht schon, und der Kanton Aargau beteiligt sich an den Kosten. Die Beiträge laut Förderprogramm 2026 (Stand Mai 2026):

MassnahmeBedingungBeitrag
Wärmedämmung DachU-Wert höchstens 0,20 W/(m²·K)Fr. 40.– pro m²
Bonus Gesamtmodernisierungmindestens 90 % von Fassade und Dach gedämmtzusätzlich Fr. 60.– pro m²
Bonus mit Photovoltaik, Schrägdach aufgesetztAnlage auf mindestens 70 % der geförderten Dachflächezusätzlich Fr. 30.– pro m²
Bonus mit Photovoltaik, Schrägdach integriertIndach-Anlage auf mindestens 70 % der Flächezusätzlich Fr. 100.– pro m²
Bonus mit Photovoltaik, Flachdachbegrüntes Flachdach, Anlage auf mindestens 50 % der Flächezusätzlich Fr. 20.– pro m²

Beispiel: 150 m² gedämmte Dachfläche ergeben Fr. 6000.– Grundbeitrag.

  • Das Gesuch muss vor Baubeginn eingereicht sein, sonst gibt es nichts
  • Gefördert werden Gebäude mit Baubewilligung vor dem Jahr 2000
  • Nur bereits beheizte Gebäudeteile, mit Ausnahme von Dächern über einem unbeheizten Estrich
  • Beiträge unter Fr. 2000.– werden nicht ausbezahlt
  • Ab Fr. 10’000.– Förderbeitrag braucht es einen GEAK Plus

Für geschützte Bauten, etwa in der Altstadt, sind Erleichterungen beim U-Wert möglich, wenn die Anforderung nachweislich nicht erreichbar ist. Massgebend ist das aktuelle Programm auf ag.ch/energie-foerderungen. Prüfen Sie die Beträge vor dem Gesuch, sie können ändern.

Solaranlage aufs Dach: Meldung oder Baubewilligung

Eine gut angepasste Solaranlage auf einem Dach in der Bauzone braucht in der Schweiz in der Regel keine Baubewilligung. Sie wird der Gemeinde gemeldet, mit Ansichtsplan und Schnitt. Gut angepasst heisst unter anderem: Die Anlage ragt kaum über die Dachfläche hinaus, ist reflexionsarm und wirkt als kompakte Fläche.

Anders bei Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung: Dort braucht es immer eine Baubewilligung. In der Aarauer Altstadt lohnt sich deshalb die Abklärung bei der Stadt, bevor Sie Offerten einholen.

Der beste Zeitpunkt für eine Solaranlage ist die Dachsanierung. Dann wird das Dach nur einmal eingerüstet, und der Kanton zahlt den Photovoltaik-Bonus auf die Dämmung (siehe Tabelle oben).

So finden Sie den passenden Dachdecker

  • Lassen Sie das Dach vor Ort ansehen. Eine seriöse Offerte für eine Sanierung gibt es erst nach einer Besichtigung.
  • Achten Sie darauf, dass Gerüst, Absturzsicherung und Entsorgung in der Offerte stehen. Fehlen sie, ist der Preis nicht vergleichbar.
  • Lassen Sie sich Schäden mit Fotos zeigen, damit Sie sehen, was repariert wird und warum.
  • Seien Sie bei unangemeldeten Angeboten an der Haustür vorsichtig, besonders nach Unwettern. Holen Sie immer eine zweite Meinung ein.
  • Fragen Sie nach Referenzen in Aarau und Umgebung, bei Altbauten nach Arbeiten an vergleichbaren Häusern.

Wie Sie Offerten richtig vergleichen, lesen Sie im Ratgeber Handwerker-Offerten einholen und vergleichen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Dachdecker in Aarau?

Das hängt von Dachform, Fläche, Zustand und Material ab. Eine Reparatur wird meist nach Aufwand verrechnet, eine Sanierung nach Offerte. Holen Sie zwei bis drei Offerten nach einer Besichtigung ein und vergleichen Sie, ob Gerüst, Entsorgung und Spenglerarbeiten enthalten sind. Bei einer Dämmung reduzieren die Förderbeiträge des Kantons die Kosten.

Wer bezahlt einen Hagelschaden am Dach im Aargau?

Gebäude im Kanton Aargau sind obligatorisch bei der Aargauischen Gebäudeversicherung gegen Elementarschäden versichert, dazu gehören Hagel und Sturm. Halten Sie den Schaden mit Fotos fest und melden Sie ihn rasch der AGV.

Braucht eine Solaranlage in Aarau eine Baubewilligung?

Gut angepasste Anlagen auf Dächern in der Bauzone müssen in der Regel nur gemeldet werden. Auf Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung braucht es eine Baubewilligung. In der Altstadt vorher bei der Stadt Aarau nachfragen.

Gibt es Geld vom Kanton für die Dachdämmung?

Ja. Der Kanton Aargau zahlt laut Förderprogramm 2026 Fr. 40.– pro m² für die Wärmedämmung des Dachs, wenn der U-Wert höchstens 0,20 W/(m²·K) beträgt. Das Gesuch muss vor Baubeginn eingereicht werden, und das Gebäude muss vor 2000 bewilligt worden sein.

Dachdecker oder Spengler: Wer macht was?

Der Dachdecker deckt und dichtet das Dach: Ziegel, Unterdach, Flachdachabdichtung, Dämmung. Der Spengler macht die Blecharbeiten: Dachrinnen, Fallrohre, Anschlüsse und Einfassungen. Viele Betriebe bieten beides an.

Quellen (Stand 16.10.2026): Kanton Aargau, Förderprogramm Energie 2026 (Stand 05/2026) · Kanton Aargau, Energie-Förderungen · Gesetz über die Gebäudeversicherung des Kantons Aargau · Stadtmuseum Aarau, Die Perle im Mittelland (Dachhimmel) · Stadt Aarau, Fachgutachten Laurenzenvorstadt 85–87 (ISOS) · Raumplanungsgesetz Art. 18a (Solaranlagen)

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